Willkommen bei Aijō, dem Dojo für die japanische Seilkunst
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Die grosse Osada-Ryū Kyu Prüfungen für Europa

Nächster Prüfungstag: 07. November 2026

Die Teilnahme als Zuschauer ist kostenlos!

Was die Prüfung ist

Das Osada-Ryū ist die Fesselschulde des Osada Steve Sensei, und ermöglicht es den Schülern das Shibari (auch genannt Kinbaku oder Bondage) von Grund auf zu erlernen.

Die Struktur der Schule lehnt sich stark an die Systeme wie Kendo oder Aikido an. Damit gibt es auch im Osdada-Ryu sogenannte Kyu Level, und zwar von 9 - 1. Für Europäer etwas verwirrend, fängt es nicht bei Kyu 1 an, sondern bei der Stufe Kyu 9.

Unsere Schüler durchlaufen diese einzelnen Kyu Level, in denen Sie ganz spezifische Themen erlernen und trainieren und können dieses gelernte dann an der grossen Prüfung präsentieren.

Die Grosse Herausforderung dieser Prüfung ist nicht die Themen zu beherrschen, sondern sich dieser Prüfung zu stellen. Und trotz des Prüfungsdrucks präsent zu sein für die Person in den Seilen.

Osada Steve während seiner Kinbaku live Performance im 2018
Osada Steve bei einer seiner Kinbaku live Performance in der Juku von Thomas Harukumo
Osada Steve mit Shana und Jack bei einer Privatlektion
Shana & Jack wärend des Unterrichtes mit Osada Steve

Ablauf der Prüfung

Die Prüfung wird von den Instruktoren geleitet und abgenommen. Vinciens aus Wien (aus dem Dojo 'Kinbaku Studio Vienna'), ist der höchste Instruktor im Osada-Ryū und leitet die Prüfung. Ibinuphis (Markus) und Jack (André) begleiten das Ganze.

An diesem Prüfungstag legen alle Schüler aller Kyu Stufen die Prüfung ab. Die Kyu Stufen werden in Gruppen aufgeteilt und diese Gruppen legen die Prüfung gemeinsam ab. So sind die Kyu Stufen 9, 8 und 7 z.B. alle gleichzeitig am Fesseln mit den Themen, die vorgegeben wurden.

Die Prüfung dauert für einen Schüler zwischen 2 und 3h. Während dieser Zeit erhält er von Vinciens die Aufgaben die gezeigt werden sollen.

Die Zuschauer

Das Osada-Ryū hat seinen Ursprung in der Show-Fesselung. Aus diesem Grund ist der Zuschauer ein sehr wichtiges Element in diesem Style. Das Fesseln richtet sich unter anderem darauf aus, dass wir die Person im Seil präsentieren und die Schönheit und Ästhetik hervorheben.

Um diesem Aspekt Rechnung zu tragen, werden von uns Zuschauer zu der Prüfung eingeladen. Die Zuschauer sind meistens andere Kyu Schüler, welche gerade keine Prüfung ablegen, Freunde, Verwandte oder Partner oder einfach Personen die sich für das Osada-Ryū interessieren und sehen möchten wie die Prüfung abläuft.

Die Zuschauer sind angehalten, die Schüler in der Prüfung nicht zu stören.

Vinciens erklärt den Zuschauern die Aufgaben, welche an die Schüler verteilt werden, inklusive auch vielen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Fesselungen. Diese Informationen tragen zum Verständnis bei, für was eine Fesselung spezifisch sein kann, oder was der Ursprung ist. Das führt dazu, dass man als Zuschauer die Fesselungen, die gezeigt werden, nochmal anders sieht.

Vinciens und Jack während der Kyu Prüfung
Vinciens und Jack während der Kyu Prüfung
Osada Steve mit Shana und Jack bei einer Privatlektion
Vinciens, Ibinuphis und Jack beim Stempeln der Diplome

Nach den Prüfungen

Nach den Prüfungen ziehen sich Vinciens, Ibinuphis und Jack zurück und gehen die einzelnen Prüfungsteilnehmer durch und besprechen die gezeigten Elemente. Dabei wird über das Bestehen der Prüfung gesprochen.

Ist alles besprochen, kehren die drei zurück und die Diplomverleihung beginnt. Das Diplom bestätigt, dass der Schüler sich der Prüfung gestellt hat und alle erforderlichen Leistungen für das Bestehen erbracht hat. Es enthält des geprüften Kyu Level plus die Namen der prüfenden Instruktoren. Jeder Instruktor versieht das Diplom noch mit seinem persönlichen Hanko (Stempel) als 'Unterschrift'. Die Diplome werden dann einzeln an die Schüler übergeben.

Als Abschluss dieses Tages, ist ein gemeinsames Essen vorgesehen, an dem man sich über die gemachten Erfahrungen austauscht, und eine Schöne Zeit mit Gleichgesinnten hat.

Wo befindet sich das Aijō Dojo?

Das Aijō Dojo befindet sich an der Niederlenzerstrasse 29 in 5600 Lenzburg. Workshops, Trainings, Jams und Privatlektionen finden in der Regel dort statt. Den Ort eines konkreten Angebots findest du jeweils bei den aktuellen Terminen.

Wie ist das Dojo ausgestattet?

Das Dojo verfügt über eine Tatamifläche, einen grosszügigen Holzrahmen mit acht Suspension Points, eine Aufenthaltsecke und einen Vorraum für Kleider, Getränke und Snacks. Ausserhalb der Trainings wird der Raum auch als Fotostudio genutzt. Weitere Einblicke findest du auf der Dojo-Seite.

Welche Rolle spielen Konsens und persönliche Grenzen?

Konsens, Kommunikation und der respektvolle Umgang mit persönlichen Grenzen bilden die Grundlage aller Aktivitäten im Aijō Dojo. Absprachen gelten vor, während und nach dem Fesseln; Grenzen können jederzeit neu kommuniziert werden. Bei Jams und anderen offenen Formaten werden fremde Personen oder Sessions nie ungefragt einbezogen.

Was ist ein Ryū?

Das Wort Ryū ist von ryūha (流派) abgeleitet, was Schule, Stil oder Art und Weise bedeutet. In den Martial Arts ist es üblich, zuerst den Namen des Begründers zu nennen und Ryū als Nachsilbe zu verwenden (-流, -ryū).

Die Struktur ist stark an die japanischen Martial Arts angelehnt. Das heisst, man beginnt bei Kyu 9 und arbeitet sich bis Kyu 1 vor.

Für wen sind diese Kyu-Trainings und Prüfungen denn gedacht?

Wer sich entscheidet, Kyu-Trainings und dann die entsprechenden Prüfungen zu machen, möchte sich fokussiert mit Kinbaku/Shibari insbesondere dem Osada ryu auseinandersetzen.

Es ist ein klar vorgezeichneter Weg, unterteilt in neun Stufen (3 basic level, 3 intermediate level und 3 advanced level). Diese widmen sich verschiedenen Themen und zeigen so einen klaren Weg, wie die lernende Person ihr Shibari erlernen, verbessern und entwickeln kann.

Durch die Prüfung und das intensive Repetieren bieten die Kyu auch erfahrenen Riggern die Möglichkeit, den eigenen Stand zu prüfen. Dabei werden Nachlässigkeiten im Detail korrigiert und so der eigene Stil gefestigt und verbessert.

Welche Bedingungen muss ich für die Kyu-Prüfungen erfüllen?

Beginnen kann man mit den Kyu-Trainings sowohl als Einsteiger als auch als erfahrene Person. Alle beginnen auf der gleichen Stufe.

Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist das fokussierte und gezielte Erarbeiten der jeweiligen Inhalte je Kyu. Dazu wird die lernende Person von uns unterrichtet und das notwendige Wissen vermittelt. Das Lernen erfolgt nicht über Bücher und Videos, sondern im praktischen Unterricht durch Erarbeiten, Erfahren und Erlernen der jeweiligen Fokusthemen. Zuschauen und Diskutieren gehören genauso dazu wie das aktive Fesseln. Dauer und Umfang der Vorbereitung sind je nach Erfahrung unterschiedlich. Ohne zusätzliches Üben ausserhalb der Trainings wird der gewünschte Level jedoch nicht zu erreichen sein.

Was unterscheidet ein Kyu-Training von anderen Trainings?

Das Kyu-Training basiert auf einem klar strukturierten Lehrplan, der gezielt auf die jeweilige Stufe ausgerichtet ist. Die lernende Person setzt sich intensiv mit den festgelegten Themen der angestrebten Stufe auseinander. Während der Lehrplan die grobe Orientierung vorgibt, bleibt die konkrete Umsetzung – wie Übungen und Lerninhalte gestaltet werden – flexibel und individuell anpassbar.

Wie lange dauert es, bis ich an eine Kyu-Prüfung darf?

Die Anzahl der Trainingsstunden richtet sich nach dem Kenntnisstand des Riggers sowie dessen individueller Lerngeschwindigkeit. Mit steigendem Kyu nimmt auch die Intensität der Vorbereitung zu, um den Anforderungen gerecht zu werden. Als grober Richtwert können in den unteren Kyu-Stufen etwa 10 Stunden Training eingeplant werden. Dabei steht jedoch nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, mit der die Prüfungen abgelegt werden, sondern vielmehr die intensive Auseinandersetzung mit den Fesselungen und Themen jeder Kyu-Stufe. Der Weg als Ziel.

Darf ich neben dem Kyu-Training auch andere Stile und Fesselungen praktizieren?

Ja. Wie eng man dem Weg des Osada-Ryū folgen möchte, ist jeder Person selbst überlassen. Andere Stile und eigene Entwicklungen bleiben möglich. Unabhängig vom Stil müssen Sicherheit, Konsens und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Seil stets beachtet werden.

Wer nimmt die Prüfungen ab?

Die Prüfungen darf nur ein offiziell lizenzierter Instruktor abnehmen. Daher arbeiten wir mit Vinciens vom Kinbaku Dojo Vienna und dem Secret56 zusammen. Vinciens ist der ranghöchste Instruktor im Osada-Ryū und führt durch das grosse Prüfungs-Event, das einmal im Jahr stattfindet.

Aijō vertritt die Auffassung, dass Lernende nicht von ihrem eigenen Lehrer geprüft werden sollten. Deshalb nimmt ein anderer Instruktor die Prüfung ab; Jack ist als Lehrer während der Prüfung dabei.

Muss ich die Prüfungen ablegen?

Generell besteht keine Prüfungspflicht. Ohne die Prüfung darf der Schüler jedoch nicht nach aussen tragen, dass er im Besitz eines Kyu-Levels ist. Dies ist nur mit einer abgelegten Prüfung möglich.
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