Willkommen bei Aijō, dem Dojo für die japanische Seilkunst
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Aijō an der Obscene 2026

Am 24. April 2026 war es so weit: Aijō machte sich aus der Schweiz auf den Weg nach Karlsruhe, genauer gesagt in die Gartenhalle.

Auch in diesem Jahr fand dort die Obscene statt – eine Erotikmesse mit zahlreichen Ständen, die alles bieten, was das Herz der Szene begehrt. Von Outfits, von denen Shana einige ihr Eigen nennen durfte, über Spielzeuge wie Flogger, Paddles und Peitschen bis hin zu vollständigen Möbelinstallationen war alles vertreten.

Nach unserer Ankunft begaben wir uns direkt zur Messe, da bereits 15 Minuten nach der Öffnung unser erster Workshop begann. „Nijubishinawa Gote in einer Yokozuri Suspension“ richtete sich an Paare mit bereits vorhandener Erfahrung. Drei Paare hatten sich im Vorfeld angemeldet, ein viertes kam spontan vor Ort hinzu.

Die angesetzten 2,5 Stunden erwiesen sich als gut bemessen. Dank der vorhandenen Vorkenntnisse konnten alle Teilnehmenden den Gote zügig aufbauen. Mit nur wenigen gezielten Hilfestellungen entwickelte sich der Workshop sehr dynamisch. Alle Paare konnten schließlich in die Suspension gehen und das Erlernte ausprobieren – ein voller Erfolg.

Damit war unser Arbeitstag bereits abgeschlossen, und wir nutzten die Gelegenheit, unsere Freunde am Stand von „Rope Experience“ zu besuchen. Dort bieten verschiedene Riggerinnen und Rigger Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit dem Gefesseltwerden zu sammeln und herauszufinden, ob sie sich für diese Facette des BDSM interessieren.

Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Feingefühl das Team auf die Menschen zuging.

Der Samstag markierte eine Premiere für Shana: Sie übernahm erstmals die Leitung eines Workshops.

Mit spürbarer, aber gut kontrollierter Nervosität starteten wir in den Workshop „Rope Bottoming – The Model Side of Ropes“. Dabei beleuchtete Shana verschiedene Aspekte aus Sicht des Models: Wie unterstütze ich den Rigger während des Fesselns? Habe ich den Mut, Grenzen klar zu kommunizieren? Was ist „normal“ – und wo beginnt der eigene individuelle Rahmen? Themen wie Körperspannung und Kommunikation standen im Mittelpunkt.

Die zehn teilnehmenden Paare zeigten sich sehr zufrieden und gaben durchweg positives Feedback. Es wurde deutlich, wie wichtig und gefragt solche Inhalte sind.

Um 16 Uhr folgte schließlich unser Auftritt auf der Hauptbühne. Das Lampenfieber hielt sich dieses Mal in Grenzen, sodass wir uns von Beginn an ganz auf unser Spiel und unsere Dynamik einlassen konnten.

Nach der Show wurden wir von einer Künstlerin überrascht, die während unseres Auftritts mehrere Zeichnungen von uns angefertigt hatte. Drei dieser Werke schenkte sie uns als Dank. Sie betonte, wie sichtbar unsere Verbindung auf der Bühne sei und wie stark diese beim Publikum ankomme. Mehr über ihre Arbeit findet ihr auf ihrem Instagram-Profil: L'atelier d'Adma.

Shana & Jack am Workshop Rope bottoming, The model side of ropes
Shana & Jack at the workshop Rope Bottoming, The Model Side of Ropes

Auch im Anschluss kamen viele Besucherinnen und Besucher auf uns zu, um sich für die Show zu bedanken. Genau das ist unsere Motivation: Menschen zu zeigen, was Shibari für uns bedeutet – und sie damit zu berühren.

Damit ging auch der zweite Tag zu Ende. Natürlich reisten wir nicht sofort ab, sondern genossen die Zeit mit vielen lieben Menschen und unterstützten zeitweise den Stand von „Rope Experience“.

Der Sonntag war ursprünglich als freier Tag geplant – zumindest dachten wir das. Kurzfristig wurden wir jedoch eingeladen, gemeinsam mit dem Team des „Rope Experience“-Standes an der abschließenden Bühnenshow teilzunehmen.

Diese Gelegenheit ließen wir uns nicht entgehen. So standen wir ein zweites Mal auf der Bühne – inklusive einer humorvollen Einlage: Altersgerecht wurde Jack im Rollstuhl auf die Bühne gefahren. Der Spaßfaktor war entsprechend hoch und sorgte für viele Lacher.

Mit dabei waren unter anderem: @Happa, @sakura.rope, @feuer_taenzer, @roperat_, Lucy La Cat und CatsCradel.

Ein Teil der Gruppe des Rope Experience Standes

Auf der Bühne entstand ein lebendiges Gesamtbild: Sechs Paare performten gleichzeitig und boten den Zuschauerinnen und Zuschauern eine Vielzahl an Eindrücken. Es war nahezu unmöglich, alles gleichzeitig zu erfassen – und genau das machte den besonderen Reiz aus.

Dieses Wochenende war zweifellos intensiv und fordernd, fühlte sich für uns jedoch gleichzeitig wie eine Form von Erholung an – getragen von Gemeinschaft, Vertrauen und Leidenschaft.

Shana & Jack an der Obscene 2026 in Karlsruhe auf der Hauptbühne
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